Es geht doch

Nun stürmt alles nochmals in die sonnigen, spätherbstlichen Novemberwälder. Wanderer, Biker, Reiter …

Biker

Zu schnell für ein scharfes Bild

Genervte Spaziergänger, nervöse Pferde, verbissene Biker machen sich die letzten Reste der unverbauten Landschaft streitig. Heisst es jedenfalls. Immer dann, wenn wieder ein paar sonnige Tage ins Land ziehen. Dann wird für Verbote plädiert für die einen hier, Gebote für die anderen da, es werden Gespräche am runden Tisch gefordert und dergleichen Massnahmen.

Dabei ist das alles aufgebauscht und eine Erfindung von ein paar Übersensiblen. Es geht doch ganz gut nebeneinander. Man soll halt mal hinausgehen in den Wald und auf die Felder und wirklich einen Augenschein nehmen.

Erstens: Wanderer und Reiter kommen problemlos aneinander vorbei. Erstere haben sowieso meist etwas Angst vor Pferden. Zweitens: Biker und Reiter gehen sich grundsätzlich aus dem Weg, und das meist so – der Biker blockiert beim Anblick eines Pferdes mit energischem Bremsgriff sein Hinterrad, Kies und Grien schiessen schroff in den Herbstwald und das Pferd tänzelt aufgeregt zur Seite.

Durchs Dickicht

Drittens: Die Probleme zwischen Wanderern und Bikern sind total herbeigeschwatzt. Geht der Wanderer bergwärts, hört er die von hinten kommenden Radler schon von weitem schnaufen und kann zur Seite treten. Die von oben herunter rasenden Sportler sieht er entgegenkommen und kann ebenfalls frühzeitig die Fahrbahn freimachen. Etwas schwieriger wird es beim Abwärtswandern, wenn die Downhill-Fahrenden von hinten heranbrausen. Doch dieser Gefahr kann man begegnen, indem man sich als Wanderer einfach durchs Dickicht schlägt.

Es geht doch! Und es ist tatsächlich so: Biker stören im Wald überhaupt nicht. Wirklich nicht. Sie grüssen nicht einmal.

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