Mit einer Stimme

… … … … … … … … … … … (nun gibt es Leute, die sich in diese Werkstatt hineinschleichen und – wie sie mir mitteilen – bei der Lektüre dieser Wildwestwolke-Fragmente Ähnlichkeiten mit realen Begebenheiten zu erkennen glauben. Aber bitte sehr! Wie folgende Ausschnitte aus dem nächsten Kapitel zeigen, können solche Gespräche doch nur eine Fiktion sein. So etwas kann sich in der Realität nicht abspielen.) … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … …

Rico Wind hatte mir früh schon telefoniert, ich hatte eben mit Schreiben begonnen. Er telefonierte aus dem Zug, war auf dem Weg zur Arbeit … . Er sagte, es sei ein toller Abend gewesen, und es sei wichtig gewesen, dass wir beide mit einer Stimme gesprochen hätten. Das hatte er mir schon in einer Mail vor der Sitzung eingebleut: Wir müssen mit einer Stimme sprechen, wir beide … . Ansonsten könnte schnell ein Keil zwischen uns getrieben werden. Darum müssten wir immer mit einer Stimme sprechen.

Ich sagte, ja, das müssen wir. Und er bekräftigte, dass wir künftig und immer mit einer Stimme sprechen sollten. Ich sagte dann nichts mehr, weil die Verbindung aus dem Zug unterbrochen wurde.

Als Rico wieder im Netz war, rief er mich erneut an, um das Gespräch auch freundlich zu beenden oder vielmehr, um es fortzuführen. Er teilte mir mit, wie wichtig es sei, dass wir immer mit einer Stimme sprächen. Ich fragte ihn dann, ob er beim einen oder anderen Punkt am Abend zuvor das Gefühl gehabt habe, wir hätten uns unterschiedlich geäussert. Nein, überhaupt nicht, sagte er, darum sei es eben wichtig, dass wir mit einer Stimme sprächen.

Ich vernahm durchs Telefon, dass im Zug die Ansagestimme die Ankunft … ankündigte und dachte, wir würden das Gespräch beenden. Doch Rico versicherte, dass er so wie ich künftig sehr viel Wert darauf lege, dass wir beide … mit einer Stimme sprächen. Auf seinem Weg übers Perron … legte er mir seine Einschätzung dar, dass viele im Contentteam … auf meiner Seite stünden: … . Ich sagte ihm, dass wir ja mit einer Stimme gesprochen hätten, wie er selbst festgestellt habe, und es deshalb gar nicht meine und seine Seite gegeben habe. Ja schon, sagte er, aber gefühlsmässig dünke ihn, einige stünden mir näher als ihm. Darum sei es wichtig, dass wir immer mit einer Stimme sprächen und dass wir auch Leute engagierten, die eher von seiner Seite kämen. Er habe da ein paar Namen, ein paar Leute, …

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Ich sagte ihm, dass ich weder Lust noch Absicht habe, zwei Seiten zu konstruieren. Rico sagte, dass er das natürlich wisse und auch volles Vertrauen zu mir habe. Deshalb sei es wichtig, dass wir immer mit einer Stimme redeten. Dann musste er auflegen, weil er in seinem Geschäft anderweitig gebraucht wurde.

… … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … Unterdessen hatte Rico sich offensichtlich der Inanspruchnahme durch den noch aktuellen Arbeitgeber entledigen können und rief mich an, um mir zu sagen, wie wichtig es sei, dass wir immer mit einer Stimme redeten.

… … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … , dass wir mit einer Stimme redeten. … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … wir müssten einfach immer mit einer Stimme reden. … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … mit einer Stimme … … … … … … … … … … … … … … … … … … … … …

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